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Mit Sisko on tour

"Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise." (Sprichwort der Ovambo)

Zwischen meiner Ankunft in Berkenbrück am 18. August und heute liegen bereits wieder einige Wochen. Genug Zeit, um das Erlebte zu realisieren und in Worte zu fassen.

Nach dem verregneten Start am 3. Juli 2013 besserte sich das Wetter rasch und zeigte sich während beinahe drei Wochen von seiner besten Seite ohne weitere Regenfälle. Manche Tage stellten meine Lust auf Abenteuer und meinen ganzen Durchhaltewillen auf die Probe, hauptsächlich die Etappen durch Landstriche mit wenig Schatten bei anhaltend hohen Temperaturen jenseits der 30-Grad - Marke, mit schmerzenden Füssen. Neben den hochsommerlichen Temperaturen plagten uns die vielen stechenden Insekten zusätzlich. Doch was ist das schon gegen die Leiden, welche den Mukoviszidose-Patienten sein Leben lang begleiten?

Immer wieder stand ich vor der Entscheidung, welchen Weg ich einschlagen sollte: durch die mannshohen Brennnesseln oder den Weg durch die Brombeersträucher, den ausgespülten Forstweg oder aber den zugewachsenen Feldweg? Egal, Sisko stellte meine Entscheidungen niemals in Frage und marschierte mit mir überall hin. Die meisten Menschen reagierten neugierig auf meine Reise und spendeten aufmunternde Worte oder Geld.

Positiv überraschte mich die landschaftliche Vielfalt beider Länder. Jede im Durchschnitt 30 km lange Etappe brachte immer wieder Neues hervor. Mit der Landschaft änderten sich auch die Leute und die gesprochenen Dialekte. An jedem Tag wurde ich reich beschenkt, sei es in Form von wunderbaren Ausblicken, betörenden Düften, absoluter Stille, herzlichen Begegnungen oder in Form von Wegen, die mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

Ich kann nicht sagen, welches Erlebnis am schönsten war. Dresden gehört sicher zu den Höhepunkten, da mich viele positive Erinnerungen mit dieser schönen Stadt verbinden. So war ich sehr gerührt, als ich zusammen mit Sisko auf der Albertbrücke die Elbe überquerte. Die grosse Hilfsbereitschaft in den ostdeutschen Bundesländern hat mich tief beeindruckt. Hier habe ich meine Quartiere grösstenteils spontan erhalten. Die grosse Bereitschaft, auf die Einnahmen der Unterbringung zu verzichten und diese statt dessen zu spenden, zog sich aber über die gesamte Reise hin.

Ich habe Menschen getroffen, die für mein Leben eine Bereicherung sind und die ich sonst wohl nie kennengelernt hätte. Ebenso habe ich Regionen entdeckt und erlebt, wo ich wohl ein Leben lang nie hingekommen wäre. Ich möchte die Erfahrung, 1200 aufregende Kilometer im Takt des Pferdes unterwegs zu sein, auf keinen Fall mehr missen.

Es freut mich wirklich sehr, dass ich mit meiner Reise viele Menschen auf die Stoffwechselerkrankung "Cystische Fibrose" (CF), an welcher meine Nichte seit ihrer Geburt erkrankt ist, aufmerksam machen und sie zum Spenden animieren konnte. Das zeigen auch die Spendensummen aus beiden Ländern, welche die gesteckten Spendenziele von je 2'000.00 CHF/EUR weit übertreffen.